Weihnachtsgedicht: Weltgetriebe, Weltgetöse, halte einmal dich zurück von dem Treiben und erlöse uns zu stillem Weihnachtsglück! Flockenmilde, Glitzerblüten schmücken schon das karge Land. Um den Erdenschoß zu hüten, weht ein Staub aus ferner Hand Sterngebilde, Lichtkristalle leuchtend über starre Seen, über Straßen, die wir alle in verhang’ne Zukunft gehn. Märchenbilder, Traumgeschichten steigen aus dem tiefen Grund, um von Kindheit zu berichten, drängen sie in unsren Mund. Weihnachtszeit-Erinnerungen, welche Rührung zeitigt ihr? Lieder, die wir einst gesungen, zaubern leises Heimweh hier. Lichtgeheimnis, Weißgefunkel in den eng begrenzten Raum. Wisst ihr nicht, es ist längst dunkel auf der Welt: Sie achtet kaum auf das Wachsen langer Schatten, scheint ihr Herz doch kalt wie Stein, und die Schätze, die wir hatte...